Beschreibung

Als Standort für die neue Übergabestation wurde ein Grundstück unmittelbar neben den Gleisen der Deutschen Bahn gewählt: ein Grund mehr für die Mühlheimer, sich für das erschütterungsresistente net-line BCU-50 als Fernwirkkopf zu entscheiden. Über das Protokoll IEC 60870-5-104 ist der Fernwirkkopf direkt mit dem ProCoS-Leitsystem in der Mühlheimer Leitstelle verbunden. An den Fernwirkkopf BCU-50 ist über IEC 61850 ein LWL-Ring mit 16 Schutzgeräten für die 16 Abgänge in das Mittelspannungsnetz angebunden. Kurzschlussanzeiger der Firma Horstmann und die etablierten Netzanalysegeräte PQI-DA der Firma A. Eberle kommen an den Abgängen ebenfalls zum Einsatz und werden über die Fernwirkgeräte ausgelesen. Ein Nahbedienplatz, der mit der Visualisierungssoftware visIT realisiert wurde, dient zur Anlagenvisualisierung und als Nahsteuerung. Das große Display zeigt hierbei auf den ersten Blick die umfangreichen Messwerte aus den angebundenen Netzanalysegeräten und die Zustände der Abgänge. Zudem konnten kundenindividuelle Schnellzugänge zu Informationen der Schaltanlage und der Meldesysteme durch die bedienerfreundliche Software installiert werden.

„Um die Systeme praktikabel zu halten, habe ich für die Visualisierung die Bedürfnisse unserer Mitarbeiter und die Empfehlung von SAE miteinbezogen“, sagt Michael Kawecki von den Stadtwerken Mühlheim. Durch den Nahbedienplatz schaffen die Stadtwerke zudem einen Pluspunkt hinsichtlich der Sicherheit für ihre Mitarbeiter, die vor Ort im Einsatz sind. Für Anlagen, die Teil einer kritischen Infrastruktur sind, spielt Sicherheit immer eine besondere Rolle: Meldeanlagen,
Zutrittskontrollsysteme und die grundlegende Überwachungsmöglichkeit aus dem Leitsystem erhöhen nun das Sicherheitsniveau der Anlage in Mühlheim. Insgesamt wurden für die Übergabestation Produkte von fünf Herstellern an die Fernwirktechnik von SAE IT-systems angebunden. Und dank der flexiblen Visualisierungssoftware visIT können die Daten aller Geräte nun auch übersichtlich angezeigt werden. „Die größte Herausforderung ist oft der Abstimmungsprozess“, erläutert Michael Kawecki. „Da ist es gut, wenn man sich auf die Dienstleister verlassen kann – und wenn die verschiedenen Gerätehersteller sich untereinander und die jeweilige Technik der anderen Unternehmen schon kennen.“

Weil für die alte Station aus dem Jahr 1972 keine Ersatzteile mehr zu beschaffen waren, wurde das Projekt 2012 gestartet. Die alte und neue Anlage werden nun noch ein bis zwei Jahre parallel betrieben, bis alle Kabelarbeiten abgeschlossen sind.

Bilder

Kunde

Stadtwerke Mühlheim am Main

Ort

Mühlheim am Main

Erstellungszeitraum

2018

Produkte

BCU-50, visIT

Protokolle

IEC 60870-5-104