Beschreibung

2008 setzten die Stadtwerke Marburg erstmals das SAE net-line FW-5 Fernwirksystem zur Überwachung eines Regenüberlaufbeckens (RÜB) ein. Damit sollte eine kontinuierliche Überwachung auch an Wochenenden sichergestellt werden. Als Kommunikationsmedium wählte man das GPRS-Netz, um darüber Daten sicher über einen VPN-Router verschlüsselt an das BTC-Leitsystem zu übergeben. Dabei wird durchgängig das IEC 60870-5-104 Protokoll verwendet. Mittlerweile sind annähernd 40 FW-5 Fernwirkstationen im ganzen Stadtgebiet verbaut. Für die Datenübertragung wird GPRSund WT-Technik bevorzugt. Aktuell sind die Bereiche Abwasser/Wasser mit zehn Stationen ausgestattet, die hauptsächlich zur Überwachung von RÜB und Pumpstationen dienen. Weitere 30 Stationen bewähren sich bei der Überwachung der 20-kV-Ortsnetzstationen; 15 davon sind über Modbus-RTU mit LINAK-Antrieben verbunden und ermöglichen somit eine Fernschaltung der Anlagen.

Kompaktes Kraftpaket

Mit dem FW-5 haben die Stadtwerke Marburg ein kompaktes und leistungsstarkes Fernwirksystem im Einsatz, welches alle Anforderungen zur Überwachung, Steuerung, Archivierung und Übertragung erfüllt. Anspruchsvolle Aufgaben wie Befehlsabsteuerung mit Außenkreis-prüfung oder Modbuskopplungen erledigt das FW-5 sicher und zuverlässig. Ändert sich die Anwendung, kann das System mit bis zu zwölf Erweiterungsmodulen aufgerüstet werden. Damit kann der Anwender flexibel und schnell auf aktuelle Entwicklungen reagieren und die Anforderungen kostengünstig umsetzen.

Einfache Parametrierung

Im Gegensatz zu anderen Herstellern überzeugt das Konfigurationstool setIT durch einfache und schnelle Parametrierung, was zu deutlich kürzeren Realisierungszeiten führt. Schon früh erkannte das Personal der Stadtwerke Marburg die Bedeutung einer schnellen Projektumsetzung und schickte bereits 2009 zwei Mitarbeiter zur Schulung nach Köln.

Migration Schritt für Schritt

2015 stellten die Stadtwerke Marburg die Weichen für die Zukunft und investierten in ein neues Ringkonzept auf Netzwerkbasis mit SHDSL-Modems und sechs neuen net-line FW-5000 Gateways. Eine schrittweise Migration war Bedingung, während parallel die alten Systeme weiterliefen. Vorteil dieser Gateway-Ring-Architektur war nicht nur die eindeutig schnellere Datenkommunikation an das übergeordnete BTCLeitsystem, auch die einfache Integration weiterer BTC-Arbeitsplätze per LAN sichern dem Personal der Stadtwerke schnelle Zugriffsmöglichkeiten zu den bestehenden Fernwirkunterstationen. Mit den net-line FW-5000 Gateways wurden modulare Fernwirkköpfe mit TCP/IP-Netzwerken und individuell bestückbaren Schnittstellen eingesetzt, welche problemlos eine sukzessive Umstellung der Anlage erlauben. Zudem nutzt man die eigenen Kupferleitungen zur Vernetzung der Köpfe, was mit erheblichen Kosteneinsparungen einhergeht. Mit den MiniFlex SHDSL-Modems wird ein Ethernet-Netzwerk als Ring aufgebaut.
Je nach Charakteristik können Entfernungen von bis zu 15 km überbrückt und ein Datendurchsatz von bis zu 15 Mbit/s erreicht werden. Standardmäßig werden hier die Protokolle IEC 60870-5-101/IEC 60870-5-104 verwendet.

Bilder

Kunde

Stadtwerke Marburg

Ort

Marburg

Erstellungszeitraum

2009 bis heute

Produkte

FW-5, setIT , FW-5000

Protokolle

IEC 60870-5-101, IEC 60870-5-104