Beschreibung

2010 erhielten wir eine Projektanfrage mit folgender Aufgabenstellung:
Entlang der neu zu bauenden Fernwärme-Trasse zwischen dem Fernwärmenetz der MVV Energie AG Mannheim und dem Fernwärmenetz der Stadt Speyer, sollten drei Pumpstationen, deren Betriebsweise hinsichtlich Pumpenleistung bzw. Förderhöhe in sich und mit den Erfordernissen der Fernwärmenetze in Speyer und Mannheim, durch eine übergeordnete Leittechnik abgestimmt und überwacht werden. Dazu war es notwendig, sämtliche Pumpstationen mit Fernwirktechnik auszurüsten und die erforderlichen Daten an die Verbundleitwarte (VLW) der MVV aufzuschalten. Die VLW musste ein ständiges Bild über Messpunkte sowie Betriebs- und Störmeldungen erhalten. Zur Bedienung vor Ort sollte, anstelle der üblichen Tür-Einbauteile wie Schalter, Taster, Signallampen usw., ein Touchdisplay verwendet werden.

Ziel der Automatisierung:

  • sämtliche Pumpstationen in allen Lastbedingungen und Projektphasen so wirtschaftlich wie möglich und ohne ständige Einwirkung, Messwertbeobachtung und Sollwertanpassung seitens der VLW zu betreiben
  • lokale Pumpenregelung mit dem Grundfos MPC Steuer- und Regelsystem und serieller Kopplung der Fernwirktechnik mit Normprotokollen


Das Gesamtkonzept wurde unter Einbeziehung aller geforderten Punkte mit dem SAE Fernwirksystem FW-50 umgesetzt. Dabei übernimmt das leistungsstarke FW-50 System mit integrierter SPS Funktion in Kombination mit dem Grundfos MPC folgende Aufgaben:

  • lokale Regelung für den Vorlauf/Rücklaufdruck
  • parallele Regelung des ablaufseitigen Drucks mittels der Regelventile im Vorlauf
  • Übertragung aller Melde- Stör- und Messwerte zur VLW mit dem Protokoll IEC 60870-5-104
  • Empfang der Stellbefehle und Sollwerte von der VLW mit dem Protokoll IEC 60870-5-104
  • schalten der Pumpensätze im Vorlauf und zur Druckhaltung
  • Kommunikation mit dem Grundfos MPC über Modbus-RTU
  • Kopplung eines Touchdisplays zur vor Ort Visualisierung und sicheren Betriebsführung


Die Kommunikation der unterlagerten Unterstationen erfolgt über eine VPN getunnelte DSL Verbindung bis hin zur FW-50 Fernwirkzentrale mit anschließender Übergabe der Daten an das übergeordnete PSI Leitsystem. Beide Kopplungen werden über getrennte Ethernetschnittstellen und dem IEC 60870-5-104 Protokoll gefahren.

Mit den FW-50-Systemen wird unter Berücksichtigung der Schlechtwerte im Fernwärmenetz  Speyer der Sollwert  für die Regelung in der Pumpstation Ketsch errechnet und der Ausgangsdruck in der Station HKW Speyer auf den vorgegebenen Druck gehalten.

Die MVV setzte auch bei diesem Projekt erneut auf unsere leistungsstarken Fernwirksysteme mit flexiblen Soft- SPS Funktionen und einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis. Somit wurde ein Weiteres Projekt erfolgreich umgesetzt und bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen.

Bilder

Kunde

MVV Energie AG

Ort

68159 Mannheim

Erstellungszeitraum

2010

Produkte

Kopplung Grundfos MPC, Kopplung Sütron Touchpanel, Schaltschränke

Protokolle

Modbus-RTU, IEC 60870-5-104