Beschreibung

Ein Vorteil der net-line FW-40-Stationen, welche über WT-Verbindungen mittels IEC 60870-5-101 an einen Knoten net-line FW-4000 angebunden wurden, war eindeutig in der gut strukturierten Parametrierbarkeit sowie einfachen Zählwertrangierung gegeben. Eigenständig konnten alle Stationen an die ABB-Verbundleitstelle angebunden werden.

Die guten Erfahrungen aus dem ersten Projekt mit SAE-Fernwirktechnik erweiterte man seit 2006 auf benachbarte Versorgungssparten, wobei für jede eine eigene Zentrale net-line FW-4000 eingerichtet wurde. In der Trinkwasserversorgung wurden Ende 2006 erstmals batteriebetriebene Stationen auco-log-GSM 4 eingesetzt, um hauptsächlich Zählerstände über den Knoten an die Verbundleitstelle zu übermitteln. Ebenso wurden ab 2006 net-line-Stationen projektiert, um BHKW-Anlagen anzubinden. Je nach Vor-Ort-Steuerung kamen dabei Fremdkopplungen wie z.B. Modbus, Profibus oder RK512 zum Einsatz. Im Versorgungsbereich Fernwärme wurde 2010 ein zweiter großer Einspeiser sowie zwei weitere Großverbraucher eingebunden. Die Steuerungen in diesen Anlagen sind mit Fremdkopplungen über FW-40 und WT-Verbindungen angebunden worden. Mehrere Schieberstationen und ein Spitzenheizkraftwerk wurden ebenfalls mittels FW-40 und WT-Verbindungen per IEC 60870-5-101 an die FW-4000-Zentrale-Fernwärme angebunden sind.

Nach einigen vorangegangenen Projekten in der Stromsparte plante man 2011 eine grundlegende Modernisierung vom Schalthaus UW Mitte. Dabei positionierte man im SH ein net-line FW-5000, welches über eine eigene Cu-Kabelstrecke mit der Zentrale verbunden ist. Die net-line FW-5000 ist über fünf IEC 60870-5-103-Linien mit insgesamt zwanzig Areva-Schutzgeräten gekoppelt und visualisiert über ein Touch Panel vor Ort die gesamte Anlage. Übergeordnet besteht somit neben der Verbundleitstelle auch über das Touch Panel die Möglichkeit, Schaltvorgänge in der Anlage durchzuführen. Ein unterlagerter net-line FW-50-Baugruppenträger nimmt die anfallenden I/O´s auf. Mit der Projektierungserfahrung von UW Mitte aufbauend, werden in der Folgezeit zwei weitere Schalthäuser im Stadtgebiet nach gleichem Muster modernisiert.

Seit 2012 steht die Planung von EEG-Anbindungen an, wobei man sich für vorkonfigurierte net-line FW-5-Stationen in einem Kunststoffgehäuse mit LUCOM-GPRS-Modem entschied. Die Inbetriebnahmen der IEC 60870-5-104 Verbindungen an ein LAN VPN Router werden eigenständig durchgeführt.

Bilder

Kunde

Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH

Ort

85057 Ingolstadt

Erstellungszeitraum

Seit 2005 bis heute

Produkte

net-line FW-40, net-line FW-4000, net-line FW-50, net-line FW-5000, net-line FW-5, auco-log-GSM 4

Protokolle

IEC 60870-5-101, IEC 60870-5-104, IEC 60870-5-103, Modbus, Profibus