Beschreibung

Seit dem 14. Oktober 2014 firmiert die 100-prozentige Tochter der Stadtwerke Duisburg AG als Netze Duisburg GmbH. Zu den Kernaufgaben des Verteilnetzbetreibers gehören die Planung, der Betrieb und Ausbau sowie die Instandhaltung der Versorgungsnetze mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme. Das Versorgungsnetz in der Region hat eine Länge von rund 9.100 Kilometern.

Seit gut fünf Jahren kommen bei der Duisburger Netzgesellschaft SAE-Komponenten in unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz. Die Entscheidung für den Einsatz des net-line FW-5 fiel unter anderem aufgrund seiner integrierten Modbus-Schnittstelle zur Anbindung von Smart Grid-Anwendungen. Weitere Einsatzgründe für das net-line FW-5 waren neben der kompakten Bauweise, die einfache, sichere und kabellose Programmierung vor Ort mit Hilfe der Bluetooth®-Schnittstelle sowie die Unterstützung aller gängigen Kommunikationsprotokolle. Seitdem werden fortwährend neue Projekte mit FW-5 umgesetzt.

In der Sparte Strom nutzt man die Geräte für das Einspeisemanagement bei EEG-Anlagen und die Ausstattung sowohl neuer als auch im Umbau befindlicher Netzstationen zur Ortsnetzautomatisierung.

Über 1.000 dezentrale Stromerzeugungsanlagen sind ins Duisburger Verteilnetz eingebunden. Photovoltaik-Anlagen machen den überwiegenden Teil aus und haben zusammen mit gut 20 Blockheizkraftwerken und 3 Grubengasanlagen eine installierte Erzeugungsleistung von etwa 27 Megawatt. Bei den Photovoltaik-Anlagen sind bei 26 Anlagen Schaltschränke mit FW-5 Fernwirkgeräten installiert, in den Blockheizkraftwerken weitere 13 Wandschaltschränke ebenfalls mit FW-5. Neben der Leistungssteuerung der Erzeugungsanlagen gemäß EEG §9 Absatz 1 und 2 werden die kompakten Fernwirkgeräte hier auch für die Fernschaltbarkeit des Netzkoppelschalters genutzt. Bei der Ausrüstung von Netzstationen zur Ortsnetzautomatisierung greift die Netze Duisburg GmbH auf eine Kombination aus FW-5 und dem ComPass B Kurz- und Erdschlussrichtungsanzeiger der Firma Horstmann zurück. Diese Zusammensetzung ermöglicht eine größere Transparenz im Mittelspannungsnetz und erlaubt im Störfall eine schnelle Fehlereingrenzung. Auch aufgrund der besonders komfortablen Implementierung des Mengengerüsts des Compass B in der Parametriersoftware setIT hat sich die Kombination im Betriebsalltag bewährt.

Im Bereich der Gasdruckregelanlagen haben die Duisburger 39 FW-5 installiert. Hierbei werden die Messwerte im Mittel- und Hochdruckeingang, im Niederdruck- und Mitteldruckausgang sowie die Odorkonzentration überwacht und übertragen. Die Datenübertragung zum überlagerten Fernwirkkopf erfolgt per GPRS oder leitungsgebunden.

Ferner nutzt das Unternehmen im Wasserbereich Komponenten von SAE-IT zur Überwachung von magnetisch-induktiven Durchflussmessungen. Für 6 Messungen wurden Überflurverteiler mit FW-5 Fernwirkgeräten bestückt. Sie werten die Wasserdruck-Messpunkte aus und übertragen die ermittelten Daten an das Leitstellensystem.

Alle Fernwirkkomponenten verwenden einheitlich das Protokoll IEC 60870-5-104 zur Kommunikation zwischen Unterstation und Fernwirkkopf. Falls nicht leitungsgebunden kommuniziert werden kann, erfolgt die Übertragung funkbasiert mittels GPRS mit implementierter VPN-Verschlüsselung zur Abschirmung der Anlagen.

Projektgruppe Smart Grid

Die Projektgruppe Smart Grid der Netze Duisburg GmbH wurde 2009 gegründet und besteht aus jungen Ingenieuren aus allen Versorgungssparten. Aufgabe der Projektgruppe ist die Erfassung der Potentiale von Smart Grid-Anwendungen in Duisburg sowie Initiierung von Pilotprojekten, um den Einsatz von Smart Grid-Anwendungen zu bewerten.

 

 

Bilder

Kunde

Netze Duisburg GmbH

Ort

47053 Duisburg

Erstellungszeitraum

Seit 2009

Produkte

FW-5, ComPass B

Protokolle

IEC 60870-5-104, Modbus RTU